FI: Forgestellt & Inspiration

FORGESTELLT: Mirjam Ulbert, Unternehmerin und Coach

12. Mai 2020

FIELFALT.CH: Als Mirjam und ich in Kontakt gekommen sind, war ihre kleine Tochter gerade ein paar Wochen alt. Mir hat besonders gut gefallen, wie sie sich auf die neue Lebenssituation einlässt und Vieles einfach auf sich zukommen lässt, ohne Druck. Dabei hat sie schon so viel Tolles erschaffen und strahlt so viel Positives aus, dass ihr euch auf das Portrait freuen könnt!

 

Liebe Mirjam, ohne was verlässt du niemals das Haus?

Lipgloss, iPhone, AirPods, Sonnenbrille, Pfefferminzöl und ein Notizbuch.

Welche drei Eigenschaften würde deine beste Freundin nennen, wenn ich sie zu dir befrage?

Meine Art Menschen zu motivieren, mein Durchhaltevermögen und mein Humor.

Du lebst seit 2012 in der Schweiz. Wie ist es dazu gekommen?

Nach meinem Bachelor in Wirtschaft habe ich meinen Traumjob in einem internationalen Consulting Unternehmen bekommen. Damals dachte ich immer ich bleibe ein paar Jahre und gehe dann wieder. Mein Start war in St. Gallen und später sind mein damaliger Partner (jetzt mein Ehemann) und ich nach Zürich gezogen, da wir uns dort noch mehr Karrierechancen versprochen haben. Mittlerweile sind wir so verwurzelt hier, lieben die Lebensqualität in der Schweiz und bauen uns privat und beruflich immer mehr auf. Wir freuen uns sehr auf unsere Zukunft im Raum Zürich.

Deine Wurzeln sind in Deutschland und den USA. Was schätzt du jeweils vor allem an Deutschland, der Schweiz und den USA?

An Deutschland schätze ich die Pünktlichkeit der Menschen, der Grundgedanke, sich für alle in der Gesellschaft zu verpflichten & gewisse Traditionen.

An der Schweiz fasziniert mich der internationale Flair, die Heimatverbundenheit und die beruflichen und privaten Möglichkeiten, die dieses Land Menschen bietet.

Mit den USA verbinde ich eine tiefe Liebe, da ich so viel Zeit dort verbracht habe und ein großer Teil meiner Familie dort lebt. Was ich schätze ist die Offenheit der Menschen, der Wille Dinge umzusetzen und das Vertrauen, das alles möglich ist im Leben.
Jedoch sehe ich auch die Entwicklungen und die Zukunft der Länder kritisch. Dadurch, dass ich Vergleiche ziehen kann und Veränderungen der jeweiligen Länder beobachte, sehe ich auch, wo noch Potenzial ist.

Wie hast du es geschafft, immer wieder heimisch zu werden und was rätst du Frauen, die ins Ausland ziehen?

Ich habe mich nie beirren lassen, wenn Menschen im ersten Moment nicht gleich herzlich und einladend, sondern eher zurückhaltend waren. Mit der Zeit merken die Menschen, wenn du authentisch bist und lassen dich in ihren inneren Zirkel. Es braucht manchmal Durchhaltevermögen und Vertrauen, dass sich die Dinge zum Besten im jeweiligen Land für einen entwickeln. Es hilft auch immer, sich unter die Menschen zu mischen und immer wieder neue Kontakte zu knüpfen. Sich an das Land und die Menschen anzupassen ist wichtig und die jeweiligen Gepflogenheiten pflegen hilft im Alltag. Schließlich will man ein Teil der Gesellschaft sein.

Du bist Unternehmerin und Coach. Was bietest du genau an und wer sind deine Kunden?

Als Coach arbeite ich mit Menschen zusammen, die ernsthaft und mit Freude ein Leben erschaffen wollen, welches sie tief zufrieden macht. Mittlerweile arbeite ich nur noch mit ausgewählten Klienten, da ich noch andere große Projekte umsetze. Dieses Jahr hat die Online- und Offline-Plattform „Best Of Ourself“ gestartet. Hier werden in Podcasts, Events, Magazinen und Kursen die Bereiche Mind, Body, Spirit & Business behandelt. Alles rund um ein privates und berufliches Leben, welches nach den eigenen Vorstellungen gestaltet werden darf. Ich arbeite hier auch viel mit Experten aus den verschiedenen Bereichen zusammen. Mir ist der Gemeinschaftsgedanke sehr wichtig und freue mich auch mit Newcomern zusammenzuarbeiten. Wir leben in einer Zeit, in der so viel für uns Frauen möglich ist und auch diese Entwicklung möchte ich unterstützen.

 

Wie kam es zu dem Schritt in die Selbständigkeit?

Ich habe sehr schnell im Arbeitsalltag gemerkt, dass ich lieber etwas Eigenes machen wollte und ich nicht gerne angestellt war. Mir war es wichtig, meine Kreativität und Visionen umzusetzen. Ich bin dankbar für alle Erfahrungen in den verschiedenen Unternehmen und ich weiß, dass ich viele Positives auch umsetzen kann und die negativen Erfahrungen mich zu einer besseren Unternehmerin machen. 2016 habe ich mein Unternehmen in der Schweiz angemeldet. Ein Meilenstein und etwas, was ich früher nie für möglich gehalten habe. Die Selbständigkeit an sich ist für mich auch der Inbegriff von persönlicher Weiterentwicklung.

Du hast 2018 die gemeinnützige Organisation Wundermensch gegründet. Was zeichnet Wundermensch aus?

Durch meine eigene Zeit der Arbeitslosigkeit habe ich die Grenzen an finanziellen und persönlichen Möglichkeiten erfahren. In einer schweren Zeit ist es wichtig, dass wir Möglichkeiten haben mit Coaches, Trainern, Lehrern etc. zusammenzuarbeiten, um uns an unsere Wahrheit und unser Potenzial zu erinnern. Zu oft vergisst man dies in dieser Zeit! Und durch diese Erfahrung entstand die Plattform wundermensch.ch unter der im DACH-Raum Menschen im Bereich Coaching, Yoga- und Meditation, Persönlichkeitsentwicklung, Training etc. ihre Zeit zur Verfügung stellen für Menschen, die nicht die finanziellen Möglichkeiten haben. Der Grundgedanke ist, dass diese Menschen dieses Angebot kostenlos annehmen und wenn sie selbst wieder in einer besseren Lebenslage sind, etwas an unsere Gesellschaft zurückgeben. So stärken wir unsere Gesellschaft von innen heraus.
Seit 2018 gibt es auch den Wundermensch Podcast der verschiedene soziale Projekte und die Menschen dahinter porträtiert.

Was sind deine Ziele und was ist deine Vision für die Zukunft?

Ich möchte mit allem, was ich erschaffe, Freude, Lebenslust und Mitgefühl verbreiten. Alles soll auf Basis von Liebe entstehen und den Menschen, die mit mir und meiner Arbeit in Berührung kommen guttun.
Privat möchte ich mit meinem Mann und meinen Kindern erfüllt und zufrieden die jeweiligen Lebensvisionen umsetzen. Jeder von uns hat individuelle Visionen und Träume und gemeinsam können wir uns darin unterstützen, uns Mut zusprechen und die nötige Freiheit geben.

Du bist Ende 2019 Mutter geworden. Wie managst du alles als Working Mom und inwiefern hat sich dein Leben verändert?

Genau in diesem Moment liegt meine Tochter neben mir und es ist ein Traum, sich beruflich weiterzuentwickeln, während man das private und berufliche Leben mit ihr gestaltet. Sie ist seit der Schwangerschaft meine größte Lehrerin und ich habe so Vieles über mich und das Leben gelernt. Es gibt kein Rezept, wie wir Mütter Beruf und Familie vereinbaren. Es kommt darauf an, was der Frau wichtig ist und wie das Kind ist. Wichtig ist es, sanft zu sich zu sein, etwas was ich gerade lerne. Und dem Kind viel Zeit und Raum für die persönliche Entwicklung zu gewähren. Die Anforderungen an uns sind hoch und ständig müssen wir Frauen uns beweisen. Das muss nicht sein, wir waren schon immer Heldinnen und werden es immer sein.

Nichts was ich hinterlasse ist so bedeutend wie meine Kinder und darauf liegt mein Fokus. Und alles was ich zusätzlich erschaffe im Privaten und Beruflichen ist ein Geschenk. In Meditationen und Visualisierungen verbinde ich mich immer mit meinen Visionen. Das hilft mir im Alltag die richtigen Entscheidungen zu treffen. Manchmal bedeutet das lange im Bett mit ihr zu bleiben und ihr die Zuneigung und Liebe zu geben, die sie braucht. An einem anderen Tag habe ich wiederum mehr Zeit für meine Projekte und wir unternehmen etwas gemeinsam. Ganz entspannt jeden Tag gestalten!

Zu guter Letzt: Hast du ein Motto, nach welchem du lebst?

Ich möchte jeden Tag den wahrsten und höchsten Ausdruck meiner Selbst leben und jeden Menschen, der mir begegnet, dazu inspirieren dasselbe zu tun.

 

Weitere Links zu Mirjam und ihrer Arbeit:

www.mirjamulbert.com

www.bestofourself.com

www.wundermensch.ch

https://www.instagram.com/mirjamulbert/

https://www.instagram.com/bestofourself/

 

Bilder: ©www.alyaesch.com

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