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FORGESTELLT: Stephanie Helfen, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit und Marketing bei cape IT

29. September 2020

Stephanie Helfen leitet die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing der capeIT. Bereits vor dieser Position war sie in einem männerdominierenden Umfeld angesiedelt: dem Profifußball (auch im Bereich Öffentlichkeitsarbeit). Warum sie männerdominierende Branchen nicht scheut und was sie als arbeitende Mutter in Ostdeutschland alles gut findet, berichtet sie uns in diesem Porträt.

Liebe Stephanie, hast du eine bestimmte Morgenroutine? Und wenn ja: Wie sieht diese aus?

Sobald ich aufwache, schaue ich auf mein Handy und lese kurz in der Zeitung. Dann steht auch bald schon einer meiner beiden Söhne in der Tür und sucht das Gespräch mit mir.

Was machst du als Erstes, wenn du in deinem Büro angekommen bist?

Da ich einen Laptop nutze und viel von zu Hause aus auch außerhalb unserer Kernzeiten arbeite, kommt als erstes der Rechner in die Dockingstation und ich schaue, was an Post in meinem Fach oder auf meinem Schreibtisch liegt. Danach selbstverständlich Emails checken und mit meinem Team sprechen, was ansteht, wo es vielleicht Probleme gibt oder einfach mal zuhören, wenn eine oder einer von ihnen etwas auf dem Herzen hat.

Du bist Leiterin Öffentlichkeitsarbeit und Marketing bei cape IT. Was genau landet alles auf deinem Tisch?

Auf meinem Tisch landet alles, was die cape IT nach außen darstellt. Das geht vom bloßen Schalten der Anzeigen, über Arbeiten an der Webseite, Erstellen von Newslettern, Pressemitteilungen und -texten über Social Media bis hin zu Filmproduktionen und Eventorganisationen. Letzten Endes muss alles einem Gesamtkonzept folgen, das ich mit meinem Team dem Unternehmen quasi als Gesicht verpasse, uns gegen Mitbewerber absetzt und unsere Stärken zeigt.

Was ist das Tollste an deinem Job?

Einerseits ist der Job unglaublich kreativ und vielseitig, andererseits ist es motivierend, wenn wir Erfolge unserer Arbeit sehen. Die sind vielleicht nicht täglich abrufbar, da manches langer Vorarbeiten bedarf, aber wir sorgen dafür, dass die cape IT positiv wahrgenommen wird.

Wie bist du zu deiner aktuellen Position bei capeIT gekommen?

Das war eigentlich ganz unspektakulär. Ich hatte 2017 beschlossen, mich beruflich nochmal zu verändern, habe zwischen Weihnachten und Neujahr nach Stellenanzeigen geschaut und die Ausschreibung der cape IT entdeckt. Ich habe mich dann beworben und direkt nach Neujahr einen Anruf erhalten. Zwei Tage später sollte ich mich persönlich vorstellen, das ging alles ratzfatz. Das Gespräch fand in ungemein angenehmer Atmosphäre statt und die Chemie und gegenseitige Erwartungshaltung passte sofort. Eine Woche danach war alles eingetütet, und ich habe es nie bereut.

Du warst im Fußballbereich und bist jetzt in der IT. Wie ist es als Frau, in männerdominierenden Branchen zu arbeiten?

Ich empfinde es als sehr unkompliziert. Beides sind natürlich Themen, sowohl die IT als auch der Fußball, die nicht jeder Frau liegen und mit der sich nicht jede Frau beschäftigen will. Aber vom Arbeitsklima her bin ich immer gut klar gekommen. Bei der cape IT sind ohnehin schon einige Frauen mit im Boot. Im Fußball damals war ich als Pressesprecherin eine totale Exotin.

Was würdest du Frauen raten, die sich in solch einem Umfeld behaupten wollen?

Nun ja, also man sollte schon damit klarkommen, wenn die Kommunikation mal etwas direkter wird, allerdings ist das im Fußball wesentlich öfter der Fall als in der IT. Das Geschäft des Profifussballs ist in seiner Gesamtheit doch robuster und kerniger. Generell muss man sich in so einer Konstellation eben gegen männliche Kollegen behaupten können. Gleichzeitig ist aber der Respekt der männlichen Kollegen vielleicht sogar ausgeprägter, als wenn man unter Frauen als Frau etwas erreicht hat.

Du bist nach einigen Umwegen ein Fan von Ostdeutschland, besonders in Bezug auf Frauen im Job. Woher kommt das?

In Ostdeutschland ist es für Frauen einfacher, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen, weil die Betreuungssituation hier meist besser ist als in den alten Bundesländern. Im Osten ist es eher die Ausnahme, wenn man sich fast ausschließlich der Kindererziehung widmet. Daher sind die Strukturen auch so gut, denke ich.

Was würdest du dir von unserer Gesellschaft und Politik wünschen, um es arbeitenden Müttern leichter zu machen?

Ich finde, dass man das differenziert bewerten muss. Viele Mütter in den alten Bundesländern wünschen sich Verbesserungen in Bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Job. Ich kenne aber in den neuen Bundesländern auch Mütter, die es sich wünschen, mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen zu können und nicht so schnell nach der Geburt wieder in den Job zurückzukehren. Sie wollen sich auch nicht dafür rechtfertigen müssen, als sei es Pflicht, nach einem Jahr Elternzeit wieder voll einzusteigen. Der Staat sollte für beide Modelle Strukturen schaffen, damit Frauen ihren ganz persönlichen Weg finden können. Möglicherweise tragen hier sogar die Erfahrungen aus der Pandemie mit bei, neue Wege zu finden oder alte eingefahrene Systeme wenigstens kritisch zu hinterfragen.

Und was wünschst du dir selbst für deine private und berufliche Zukunft?

Privat wünsche ich mir, dass meine Söhne eine tolle Kindheit und einen guten Start in ihre Zukunft haben und selbstverständlich alle, die mir nahe stehen, gesund bleiben. Und beruflich hoffe ich, dass ich der cape IT mit meinen Erfahrungen weiter helfen kann, KIX (Produkt der capeIT) nach vorne zu bringen, KIX auch über die Landesgrenzen bekannt zu machen und dass wir dabei als Team auch noch jede Menge Spaß miteinander haben.

Zu guter Letzt: Wo und bei was können wir dich am ehesten in deiner Freizeit antreffen?

Da wo ich bin, sind meine Kinder nicht weit und natürlich widme ich ihnen den Hauptteil meiner Freizeit. Wir grillen unheimlich gerne, gehen baden und wenn es die Zeit zulässt, lese ich auch immer wieder gerne ein gutes Buch. Zuletzt während der Corona-Zeit habe ich dafür die terminlose Zeit sehr gut nutzen können und einige Thriller und Krimis verschlungen. Und wenn dann noch Zeit bleibt, freuen sich meine Kinder, wenn ich ihnen etwas nähe. Das habe ich früher viel mehr gemacht, leider bleibt das derzeit jedoch zu sehr auf der Strecke.

 

Weiterführende Links:

https://www.kixdesk.com/

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Titelbild: ©Stephanie Helfen

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