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In der Krise: Die Maskenpflicht und unsere Haut

9. September 2020

Gastautorin: Sarah White von iluqua

 

Noch vor ein paar Monaten waren sie außerhalb von Asien eine Ausnahme auf den Straßen: Gesichtsmasken. Ganz anders ist es seit der Coronakrise – das Tragen von Mundschutz gehört mittlerweile zum Alltag. Und wird uns sicherlich noch eine ganze Weile begleiten.

Auch wenn die Maskenpflicht sinnvoll ist. Sie setzt unserer Haut zu. Und dabei geht es nicht nur darum, dass Make-up unter der Maske verschmiert. Durch das Tragen der Maske können sogar Hautprobleme wie die Maskne entstehen.

So reagiert die Haut beim dauerhaften Tragen der Maske

Wer in Bereichen arbeitet, wo dauerhaft Maskenpflicht herrscht, wird folgendes kennen: unter der Maske staut sich, durch Atem und eigener Körperwärme, nach kurzer Zeit die Feuchtigkeit. Die Maske nässt nach und nach durch und diese Feuchtigkeit kann nicht vollständig verdunsten.

Auf der Haut führt diese gestaute Feuchtigkeit zu einem Aufquellen der obersten Hornschicht. Und das hat Folgen für die Haut:

  • Bakterien und Viren finden einen idealen feuchten Nährboden zur Ausbreitung, das mikrobielle Milieu der Haut verändert sich und die Haut verliert an Widerstandsfähigkeit. Unreinheiten, Entzündungen und Juckreiz entlang der Mundpartie können die Folge sein. Dafür hat sich sogar schon ein Fachbegriff etabliert – die sogenannte Maskne (Akne durch Mundschutz)
  • Auch das Material der Maske reizt die Haut, genauso wie ein ständiges Auf- und Absetzen des Mundschutzes. Insbesondere raue Stoffe führen zu einer unangenehmen Reibung auf der Haut. Vermehrte Austrocknung, gerötete Haut oder schuppende Stellen können sichtbar werden.

Tipps für das Maskentragen

Wir können uns das Maskentragen zwar nicht aussuchen. Aber es gibt trotzdem ein paar hilfreiche Tipps, damit die Haut möglichst wenig unter der Maske leidet.

  • Maske so oft wie möglich ablegen: Es reicht schon, die Maske für ein paar Minuten abzusetzen. Die Feuchtigkeit kann so entweichen und die Haut hat Gelegenheit sich zu regenerieren. Auch ein kurzer Spaziergang, ohne Maske an der frischen Luft, kann helfen.
  • Maske tauschen: Wer die Maske beruflich den ganzen Tag tragen muss, sollte mindestens eine Ersatzmaske dabeihaben und den Mundschutz alle paar Stunden durchtauschen. In dieser Zeit kann die andere Maske in Ruhe trocknen. Dafür die Maske aufgeklappt an der frischen Luft oder auf einer Ablagefläche lagern.
  • Masken täglich reinigen: Wiederverwendbare Masken sollten jeden Tag hygienisch gereinigt werden. Am schnellsten geht das im Wasserkocher und mit einem Dampfbügeleisen. Die Reinigung ist wichtig, damit die Maske nicht zur Brutstätte von Bakterien und anderen Keimen wird.
  • Das richtige Material wählen: Wer zu Unreinheiten und Entzündungen entlang der Mundpartie neigt, sollte vor allem auf das richtige Material achten. Atmungsaktive und luftdurchlässige Stoffe, wie Baumwolle, sollten synthetischen Materialien vorgezogen werden. Je feiner der Stoff, desto weniger Feuchtigkeit staut sich an. Ein weiches Material verhindert auch, dass zu viel Reibung auf der Haut entsteht. Spezielle Materialien mit Fasern aus Mikrosilber sind zusätzlich entzündungs- und keimhemmend und verhindern die Ausbreitung von Bakterien.

Zusätzliche Pflege für die Haut

Die Gesichtshaut, insbesondere der Mundbereich, braucht in dieser Phase etwas mehr Aufmerksamkeit als vielleicht sonst.

Das Gesicht sollte am besten 2x täglich gereinigt werden. In Corona-Zeiten ist das besonders wichtig, um eine übermäßige Ausbreitung von Bakterien zu verhindern. Auf diese kann die Haut nämlich mit Unreinheiten und Entzündungen reagieren. Das Augenmerk sollte bei der Reinigung auf milde Produkte gelegt werden. Aggressive Tenside, die stark schäumen, trocknen die Haut unnötig aus und bringen den Eigenschutz der Haut noch weiter aus der Balance.

Bei schuppigen und irritierten Hautstellen sind barrierestärkende Cremes mit hautidentischen Inhaltsstoffen ideal. Diese können besonders gut von der Haut aufgenommen und verarbeitet werden. Geeignete Wirkstoffe sind zum Beispiel Ceramide, Phospholipide, Lecithin oder ähnliche.

Bei Unreinheiten im Mundbereich unterstützen Produkte mit saurem pH-Wert den Säureschutzmantel sanft. Hier sind leichte Peelings mit Fruchtsäure gut geeignet. Sie entfernen Hautschüppchen, die sich sonst in den Poren festsetzen und zu Ausbrüchen führen. Dadurch wird die Haut reiner und ebenmäßiger.

Eine klassische Zinksalbe mit entzündungshemmenden Eigenschaften hilft, tiefsitzende Entzündungen schneller abklingen zu lassen.

Mit etwas Zuwendung lässt es sich so auch mit gepflegter Haut durch die Corona-Zeit kommen.

 

Sarah White ist eine erfolgreiche, weltweit tätige Kosmetik-Unternehmerin. Mehr zu Sarah findet ihr unter: https://iluqua.com/

 

 

Titelbild: ©Ani Kolleshi on Unsplash

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