EL: Entwicklung & Laufbahn

Karriere ja, aber wie soll das aussehen?

27. März 2016

Die vielzitierte Generation Y drängt auf den Arbeitsmarkt und langsam wird es spürbar, wie sie diesen verändert. Ein wesentlicher Punkt dabei ist vor allem der Punkt Karriere. Wir, ja ich schreibe bewusst wir, weil ich mich dazu zähle, haben ein anderes Verständnis von Karriere als das noch vor einigen Jahren oder bei unseren Vorgängergenerationen der Fall war/ist.

Wir wollen Karriere, aber wie genau soll das aussehen?

Was bedeutet Karriere für mich? Nun ich löse mich eigentlich weitestgehend von Titeln, dicken Autos oder anderen Perks, die mich meines Erachtens nicht zu einem besseren Menschen machen, sondern lediglich Statussymbole darstellen, die mir auch keine neuen Freunde bringen oder alte erhalten. Karriere bedeutet für mich einen Grad an Entscheidungsbefugnis zu haben, meinen Idealen nachzustreben und den Sinn zu finden, der die Motivation begründet, die ich brauche, um meinen Job so auszuleben, damit ich glücklich bin. Ich verbinde damit wie gesagt keine Titel oder andere materielle Sachen, sondern eher die horizontale Entwicklung.

In letzter Zeit habe ich einige Artikel gelesen, die mir zeigen, dass ich damit auf keinen Fall allein dastehe. Unternehmen werden in der Zukunft nicht flexibel und wettbewerbsfähig bleiben, wenn sie sich dieser Form der Karrieredefinition komplett entziehen oder sich nicht intensiver damit beschäftigen. Denn die Generation Y will mehr und will vor allem mehr Sinn und weniger Titel. Es geht nicht darum „sich seinen Arsch breit zu sitzen“, sondern darum Entscheidungen zu treffen, die Welt zu verändern und sei es auch nur die Unternehmenswelt. Dahinter stecken der Sinn und die Motivation der neuen Generation, die alles hinterfragt. Genau deshalb muss auch die Definition von Karrierewegen hinterfragt und vor allem angepasst werden. Es reicht schließlich nicht sich dessen nur bewusst zu sein, nein man sollte auch handeln. Nun können wir leider nicht für alle Unternehmen Handlungsempfehlungen geben und das will ich auch gar nicht erreichen. Mir geht es schlichtweg darum Awareness dafür zu schaffen.

Es ist auch nicht schwer diese Punkte zu erfüllen, um einen Großteil der Generation Y glücklich zu machen. Als gute Führungskraft sollte man in der Lage sein, seinen Mitarbeitern zuzuhören und Alternativen zu sehen. Nur mit einem neuen Titel ist eine Weiterentwicklung nicht getan. Es steht und fällt mit der Art der Aufgabe und dem zugehörigen Verantwortungs- bzw. Entscheidungsgrad. Diese Möglichkeiten sehen überall anders aus und das ist das schöne daran, denn so werden unzählige Möglichkeiten geschaffen, wo sich Mitarbeiter und Kollegen wohl fühlen können.

Fazit

Wenn Unternehmen nicht flexibler werden in ihrer Hierarchiestruktur, werden sie einfach nicht wettbewerbsfähig bleiben und so werden Top-Talente zu anderen Unternehmen abwandern.

Ein wichtiger Punkt der dabei nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist das gerade Frauen darunter leiden. Warum? Durch eine einkalkulierte Babypause gibt es nicht nur eine Gender Pay Gap nein es führt auch dazu, dass man sich als Frau zwischen Karriere und Kind entscheiden muss. Die Unternehmen heutzutage sind noch zu wenig darauf ausgerichtet auch Frauen die Möglichkeit zu geben sich Karrieretechnisch weiterzuentwickeln, obwohl es den Wunsch nach einer Familie gibt.

Betrachtet man die Herausforderungen, die aktuell am Markt bestehen und ziehen wir hier vor allem die Demografie heran, so wird schnell klar, das wir in Zukunft in Deutschland nicht wettbewerbsfähig bleiben, wenn wir die Erwerbskraft nicht auf alle gleichmäßig verteilen. Wer aufmerksam den Arbeitsmarkt verfolgt, wird feststellen, dass es unabdingbar ist die Frauenquote zu erhöhen und damit verbunden auch Möglichkeiten zu bieten, die Karriere und Kind vereinen lassen.

Ich freue mich auf Eure Gedanken und Kommentare zu diesem Artikel.

Eure Julia

Bildquelle: © pixabay I bykst

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