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Meine Kindheit in Sinneseindrücken

11. Februar 2021

Kennt ihr das auch? Ihr nehmt einen Geruch wahr und habt einen Flashback in die Vergangenheit. Oder ihr hört ein bestimmtes Lied und fühlt euch total zurück versetzt… Ich finde es immer wieder faszinierend, wann ich mich in meiner Kindheit wiederfinde. Ich habe euch ein paar Sinneseindrücke aufgeschrieben. Und ich bin natürlich gespannt, wann ihr Flashbacks erlebt! 🙂

Wisst ihr, wie meine Kindheit klingt?

  • Nach der Melodie des Sandmännchens, bevor man ins Bett geht.
  • Nach den Songs von Cap und Capper (mein damaliges Lieblingshörspiel von Walt Disney).
  • Nach Rolf Zuckowski (wer kennt ihn nicht?).
  • Nach Rasensprenger.
  • Nach ploppenden Tennisbällen (ich habe früher Tennis gespielt).
  • Nach knackendem Holz im Kamin (wir hatten einen Kamin zu Hause, der oft in Betrieb war).
  • Nach der Melodie von Wetten, dass…?
  • Nach krachenden Gewittern.
  • Wenn eine Kassette stoppt (ja, die guten alten Kassetten).
  • Nach Zeitungsrascheln (damals gab es noch kein ePaper).
  • Nach unserer Türklingel.
  • Nach einem Braun Wecker, wenn er Alarm schlägt (gab es damals überhaut andere Wecker?).
  • Nach einem Trockenrasierer (mein Vater war überzeugter Trockenrasier-Anhänger).
  • Wenn Heizungen knacken.
  • Nach dem Pfeifen des Alessi Wasserkochers.

Wisst ihr, wie meine Kindheit riecht?

  • Nach angezündeten Streichhölzern (Weihnachten).
  • Nach gemähtem Rasen.
  • Nach aufheizender Grillkohle.
  • Nach bebe Kindercreme.
  • Nach dem Parfüm meiner Oma.
  • Nach Pfeifentabak (mein Vater rauchte Pfeife).
  • Nach Sauna (wir hatten eine Sauna).
  • Nach Berliner Weiße.
  • Nach Labello (kaum zu glauben, dass es mittlerweile so viele andere Lippenpflegeprodukte gibt).
  • Nach Weihnachtsplätzchen.
  • Nach Sanostol.
  • Nach Fischerman‘s Friend (das aß mein Vater nach dem Rauchen).
  • Nach frisch gepresstem Orangensaft, leicht verkohlten Toast/Brötchen und frischem Kaffee (unser Sonntagsfrühstück).
  • Nach Gans zu Weihnachten.

Wisst ihr, wie meine Kindheit sich anfühlt?

  • Kuschelig: Wie nach einem Vollbad in ein frisch bezogenes Bett zu schlüpfen.
  • Einen Golden Retriever zu streicheln (unser Familienhund war ein Golden Retriever).
  • Eiskaltes Sprudelwasser zu trinken, wenn man richtig Durst hat und aufgeheizt ist.
  • In einen Bademantel zu schlüpfen.
  • Auf Teppichboden zu sitzen (hat heute fast niemand mehr).
  • In einem BMW hinten mitzufahren (unsere Hauf- und Hofmarke, wenn es um Autos geht).
  • Sandwiches im Sandwich Maker zu machen und sich zu verbrennen, wenn man sie rausholt.
  • Die erste Erdbeerbowle im Frühjahr/Sommer zu trinken.
  • Stoffservietten zu benutzen.
  • Nach meinem abgeliebten Teddybären.
  • Nach Hamburg (meine Herzensstadt).
  • Nach Skifahren/Schneewanderung in einer Almhütte beisammen zu sitzen.
  • Über nassen Rasen zu rennen (im Sommer).
  • So, als ob man Baumwollstrumpfhosen trägt (die ständig rutschen).

 

Titelbild: ©🇸🇮 Janko Ferlič on Unsplash

  • Reply
    Katharina
    11. Februar 2021 at 13:19

    Wow, das sind tolle Sinneseindrücke und ich wurde beim Lesen ein wenig melancholisch. Wie könnte es anders sein: ich finde mich in jedem Punkt wieder.
    Außerdem kann ich mich noch an so einige Lieder erinnern, die unser Vater auf jede Kassette in mühevoller Arbeit vor jedem Urlaub gespielt hat (insb. „Summer Wine“ oder wie ich damals sagte/ verstand „Samurai“). Und unser Schwimmbecken war auch ein gefühltes Highlight. Der Geruch von Sauna bleibt auch unvergessen, obwohl ich gar nicht gerne in die Sauna gehe.

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