FIT & FEMININ

Ommmm mit Hummeln im Hintern

19. September 2019

Ich bewege mich gerne, reflektiere viel und bin auch immer wieder dabei, meine Mitte zu finden. Also perfekte Startvoraussetzungen, wenn es um Yoga geht. Oder?! Denkste!

Ich bin selbst Fitness- und Pilatestrainerin, habe aber immer ein etwas zwiespältiges Verhältnis zu Yoga: Einerseits finde ich es faszinierend, Körper und Geist im Einklang zu bringen und mehr in sich und sein Inneres zu spüren. Andererseits habe ich einfach Hummeln im Hintern: Ich bin nicht hibbelig, aber sehr aktiv (wenn es um denken, sprechen und um Handlungen geht). Nun werden sich einige von euch sagen, dass dann ja Yoga wirklich das absolut Richtige für mich ist, um mal innezuhalten und zur Ruhe zu kommen. Und glaubt mir: Ich weiß es auch und versuche immer wieder, diese Mission neu aufzunehmen …

Ich habe schon einige Yogastunden mitgemacht und Vieles probiert: Volkshochschule, verschiedene Studios, DVDs (ja, ich habe tatsächlich noch einige Yoga DVDs, jemand interessiert?), YouTube Videos, Online Yoga-Studios, Apps und die guten alten Bücher (sogar Hörbücher!).

Bücher: Bitte klar bebildert und formuliert

Von den Büchern bin ich ehrlich gesagt ziemlich schnell wieder weg gekommen. Zu aufwendig, wenn man sich gerade verrenkt und dann mit der Herausforderung konfrontiert ist, die Seite umblättern zu müssen oder das Bild bzw. den Text nicht lesen zu können, aber umfallen würde, wenn man sich dem Buch nähert. Auch den Flow habe ich vermisst. Bei den Hörbüchern konnte ich zwar schön den Anleitungen lauschen, hatte aber manchmal absolut keine Ahnung, wie diese Position oder die „Übung“ nun aussehen soll.

Videos: Bitte kurz und knackig

Ein beachtlicher Fortschritt zu den Büchern, das muss ich sagen. Allerdings finde ich – aufgrund der Fülle des Angebots – oft das für mich passende Angebot nur sehr, sehr schwer. Entweder es ist zu leicht oder zu schwer, zu langsam, zu schnell usw. Was ich außerdem registriert habe: 20minütige Videos sind prima, ab einer halben Stunde bleibe ich extrem ungerne dabei. Fragt mich nicht, wieso. Aber die Selbstdisziplin nimmt rapide ab. Für mich der riesige Vorteil: Ich kann Yoga in meinen Alltag integrieren, wann ich will. (Und es achtet auch niemand auf mein Outfit.) Nachteile: Lange Sessions funktionieren bei mir nicht. Und: Niemand korrigiert dich. Es schleichen sich vielleicht Fehler ein oder du tust dir selbst mit deiner Übungsausführung nichts Gutes, im Gegenteil. Also doch ins Studio.

Studio: Bitte ohne Räucherstäbchen

Es gibt Yogastudios wie Sand am Meer. Und man müsste meinen, jeder könne das für sich passende Studio finden. Ja, aber bis dahin kann es ein langer Weg sein. Finde erstmal ein Yogastudio, dass nah an deinem Wohnort oder Arbeitsplatz liegt. Dann müssen die Stunden in deinen Zeitplan passen. Weiterhin liegt Vieles an dem Stil des Yogalehrers und natürlich schon alleine an der Yogaart. Mir persönlich ist es am liebsten, das Studio bietet verschiedene Stile an, um sich mal auspowern zu können, sich aber in der nächsten Stunde vielleicht mehr auf sein Inneres zu konzentrieren. Und dann gebe ich es zu: Ich mag gerne Yogastudios, die modern und minimalistisch eingerichtet sind sowie den Yogis genug Platz anbieten können. Ich weiß, beim Yoga in Indien geht es auch wie in einer Sardinenbüchse zu, aber das ist so gar nichts für mich. Und auch penetrante Räucherstäbchen sind partout nicht meins. Ihr ahnt es vermutlich: Das richtige Studio habe ich leider (noch) nicht gefunden.

Meine Yogakarriere: Bitte lass sie nicht frühzeitig vor dem Aus stehen

Meine Yogakarriere hat demnach noch nicht so wirklich Fahrt aufgenommen, obwohl ich immer mehr versuche, mir damit Gutes zu tun. Außerdem habe ich oft das Gefühl, dass, wenn du nicht regelmäßig deine Matte ausrollst oder in die Stille kommst, du nur ein halber Mensch bist. Letztendlich stellt sich mir die Frage: Bin ich einfach zu wählerisch oder kann aus mir auch noch ein richtiger Yogi werden? Vielleicht sollte ich ein eigenes Studio eröffnen, welches alle meine Wünsche erfüllt?! Was meint ihr? Wie findet ihr eure Mitte und wie habt ihr den für euch passenden Yogastil gefunden? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen und Tipps!

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