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Remote Work & Familie: Wie kriege ich das unter einen Hut?

3. September 2020

Gastautor: Max Benz vom Blog „Let´s Be Crazy“

 

Heutzutage gibt es immer mehr Jobs, die du quasi von jedem Ort der Welt erledigen kannst. Alles was du dazu benötigst, ist meist nur ein Laptop und eine stabile Internetverbindung. 

Du möchtest gerne von zu Hause aus arbeiten, hast aber die Sorge, dass sich das mit deiner Familie nicht vereinbaren lässt? In diesem Artikel wollen wir dir ein paar Hilfestellungen an die Hand geben, wie Home-Office für eure Familie gut funktionieren kann.

1. Remote Work und die Herausforderungen für Familien

Das Arbeiten von zu Hause aus stellt Familien vor immer neue Herausforderungen. Es stellen sich tausende Fragen. Wer kümmert sich wann um die Kinder? Wie strukturiere ich sinnvoll meinen Arbeitstag oder wie sollte mein Arbeitsbereich aussehen, damit ich effektiv arbeiten kann? 

Jede Familie steht vor ihren eigenen Herausforderungen. Vielleicht arbeiten in deiner Familie beide Partner und eure Kinder müssen zu Hause betreut werden. Oder sie sind vormittags in einer Betreuungseinrichtung und ihr müsst euch nur nachmittags um sie kümmern. 

Jede Familie ist individuell und trotzdem gibt es einige Tipps, die jeder Familie ein klein wenig weiterhelfen werden. Lies dir unsere folgenden Tipps in Ruhe durch und entscheide dann selbst, was du für dich und deine familiäre Situation am ehesten anwenden kannst. Es wird auf jeden Fall etwas dabei sein.

2. So bringst du Remote Work und Familie unter einen Hut 

Es folgen nun 5 Tipps, wie du dein Remote Work und Familienleben besser miteinander vereinbaren kannst.

Arbeitsbereich einrichten

Um konzentriert und effektiv arbeiten zu können ist es unerlässlich, dass du einen kinderfreien Arbeitsbereich für dich einrichtest. Du brauchst ein eigenes Arbeitszimmer, in dem du dich kreativ austoben kannst.

Es ist wichtig, dass du deinen Arbeitsbereich klar vom Spiel- und Freizeitbereich der Kinder abgrenzt. Am Küchentisch oder auf dem Sofa bist du weit entfernt von konzentrierten Arbeitsphasen, also lasse dich gar nicht dazu hinreißen. 

Du wirst merken, dass du viel produktiver in deinen Arbeitsphasen sein kannst, wenn du einen eigenen Arbeitsbereich hast, den nur du zum Arbeiten nutzt. Probiere es einmal aus. Mehr sinnvolle Ideen, wie du deinen Arbeitsplatz im Home Office einrichten kannst, findest du hier.

In Selbstdisziplin üben

Arbeiten ist wichtig, aber du darfst dabei auch nicht vergessen zu leben. Nimm dir bewusst immer wieder Auszeiten, damit du auch im Anschluss wieder genügend Kraft hast, um produktiv und kreativ arbeiten zu können. 

Es hilft deiner Familie nicht, wenn du dich zerfleischt, kurz vor dem Burnout stehst, und es jedem recht machen willst. Ab und zu muss du auch mal an dich denken. Nimm dir bewusst auch mal Zeit, um dir etwas Gutes zu tun. Trage es in deinen Kalender ein. Es ist ebenso wichtig, wie deine Arbeit und die Kindererziehung. 

Willst du gelassener werden, dann lies hier unbedingt weiter. Gesundes Essen und Trinken ist ebenfalls ein wichtiges Thema. Du solltest während der Arbeit immer ausreichend Wasser trinken und dich mit gutem Essen versorgen. 

Nur wenn du deinen Körper mit genügend Nährstoffen versorgst, wird er auch effektiv arbeiten können. Unterschätze nicht die Macht von gesunder Ernährung. 

Wer sich dauerhaft mit Unmengen an Kaffee und Junk Food vollstopft, der wird irgendwann nicht mehr können. Tue dir also etwas Gutes und investiere in deine Gesundheit.

Vorrausschauende Wochen- und Monatsplanung

Für ein effektives und effizientes Arbeiten innerhalb einer Familie ist es wichtig, dass du dich mit deinem Partner besprichst und ihr eure Arbeitsphasen in Wochen- und Monatsplänen organisiert. 

Tragt genau ein, wann die Kinder in der Betreuung sind und wann sie zu Hause betreut werden müssen. Falls beide Partner im Home Office tätig sind, dann müssen natürlich auch die Kinderbetreuungszeiten zu Hause geregelt werden. Hier sollten beide Partner gleichberechtigt arbeiten dürfen.

Bist du auf der Suche nach Software, zum Planen von Aufgaben oder um eure Familienaufgaben transparent aufzulisten, dann nutze Plattformen wie Capterra oder suitApp, um dich zu informieren. Passende Tools können z. B. Meistertask oder Trello sein. 

Wer gut plant, der kann immer entspannter an die Arbeit gehen und ist auf Unvorhergesehenes besser vorbereitet. Hier noch ein paar Tipps für ein besseres Zeitmanagement.

Vorhandene Technik nutzen

Wusstest du, dass einer Studie zufolge nur 13 % der Arbeitnehmer zufrieden mit der technischen Ausstattung ihres Arbeitsplatzes sind? 

Heutzutage gibt es viele verschiedene technische Hilfsmittel, die dir deinen Arbeitsalltag mit Kindern erleichtern können. Falls es bei dir zu Hause tagsüber sehr laut ist, dann gibt es beispielsweise sehr gute Kopfhörer, welche die Umgebungsgeräusche herausfiltern und dich fokussierter arbeiten lassen.

Nutze deine Arbeitsphasen nur zum Arbeiten und lasse dich nicht von deinem Handy ablenken. Auch deine E-mails solltest du zu festen Zeiten lesen, damit du in deinem Workflow nicht unterbrochen wirst.

Wenn du dich mit Musik besser konzentrieren kannst, dann erstelle dir motivierende Playlists. Das kannst du beispielsweise auf Spotify machen oder auch bei einigen alternativen Streaming-Anbietern.

Immer flexibel bleiben

Der letzte Tipp beschäftigt sich mit der Flexibilität bzgl. deiner Arbeitszeiten. Passe deine Arbeitszeiten an die Bedürfnisse deiner Kinder an. Dies kann in jeder Familie ganz unterschiedlich sein und hängt natürlich auch von deinen produktiven Zeiten am Tag ab. 

Bist du ein Morgenmensch, dann nutze die Zeit, bevor deine Kinder aufstehen. Du kannst dich dafür früh am Abend hinlegen. Bist du allerdings eher ein Abendmensch, dann nutze die Zeit zum arbeiten, wenn deine Kinder im Bett liegen. 

Vielleicht sind aber auch die Phasen des Mittagsschlafes für dich die besten und produktivsten Arbeitsphasen. Betrachte deine eigene Situation und du wirst Timeslots finden, die dich effektiv arbeiten lassen. 

Bleibe aber im Kopf flexibel und nimm es dir nicht zu Herzen, falls es nicht immer klappt, wie es vorher geplant war.

3. Fazit

Mit etwas Planung und Flexibilität ist das Arbeiten von zu Hause aus möglich und kann für alle Beteiligten gewinnbringend sein. Die Zeiten sind vorbei, dass im Remote Work immer jemand auf der Strecke bleiben muss. 

Wenn du nur einige der Tipps für deine persönliche Lebenssituation anwenden kannst, dann bist du auf jeden Fall ein Stückchen weiter gekommen. Was wirst du nun als erstes in deinem Home Office ändern?

 

PS: Wenn du Lust bekommen hast, ebenfalls von zuhause aus zu arbeiten, dann findest du Home-Office-Jobs auf Plattformen wie We Work Remotely, Remote.co oder remote-job.net.

 

Über die Autoren: Wir sind Lisa und Max und betreiben den Blog Let’s be crazy, bei dem es um’s Reisen und Arbeiten mit Familie geht. Wir arbeiten seit 2016 komplett remote und durften in dieser Zeit schon einige spannende Erfahrungen machen.

 

Titelbild: ©Bermix Studio on Unsplash

 

 

 

 

 

 

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