FA: Fielseitiges & Aspekte

Warum wir uns von den Erwartungen anderer lösen sollten, um unserem Lebenstraum ein Stück näher zu kommen

17. Juni 2021

Gastautorin: Simone Sperl

 

Erfüllung von Erwartungen

Wie läuft’s denn im Job, bist du mittlerweile in eine höhere Position aufgestiegen? Wann bimmeln bei euch eigentlich die Hochzeitsglocken? Ach,du bist schon über 30, dann wird’s ja langsam mal Zeit mit der Kinderplanung. Ihr wollt doch Kinder haben oder nicht?

Alles Fragen, denen sich insbesondere Frauen regelmäßig stellen müssen. Das Erfüllen der Erwartungen gleicht beinahe einem Fulltime-Job: Du sollst eine liebenswerte Partnerin sein, dazu sportlich und fit und eine gute Mutter und Hausfrau, du sollst im Job glänzen und ganz nebenbei immer ein Lächeln auf den Lippen tragen und stets locker und entspannt sein. Uns wird ganz klar vermittelt, wie ein „erfolgreiches Leben“ auszusehen hat. Und als würden die fordernden Stimmen von außen nicht schon reichen, sind wir selbst stets unser strengster Kritiker. Der ständige Drang nach Perfektion verhindert, dass wir jemals zufrieden mit uns sind. Wir wollen all den Erwartungen gerecht werden und ordnen uns ihnen unter.

Der eigene Lebenstraum

Was dabei komplett in Vergessenheit gerät? Das, was wir eigentlich von unserem Leben möchten, unser ganz eigener Lebenstraum. Durch die vielen Einflüsse von unserem Umfeld schlummert er im hintersten Winkel des Kopfes vor sich hin und bekommt keine Aufmerksamkeit geschenkt. Zwischendurch tritt er in unser Bewusstsein und erfüllt uns mit schlechtem Gewissen. Meistens dann, wenn wir andere dabei beobachten, wie sie ihren Traum leben, weil wir uns tief im Inneren genau dasselbe für uns wünschen würden. Aber wir trauen uns nicht. Das würde ja bedeuten, dass wir uns auflehnen und andere enttäuschen müssten. Das wir etwas machen, das nicht den gängigen Vorstellungen entspricht.

Wenn man es so sieht, wirkt es fast schon banal, dass wir uns selbst tagtäglich enttäuschen, ohne mit der Wimper zu zucken, nur um uns in das vorgegebene Bild der Gesellschaft hineinzuzwängen. Was wir uns bewusst machen sollten ist, dass wir es niemals jedem Recht machen können, ganz egal wie sehr wir uns auch anstrengen. Es wird immer Leute geben, deren Erwartungen wir nicht erfüllen können. Das Gute daran ist, das kann uns vollkommen egal sein. Es wird immer Kritiker und Zweifler geben. Wichtig ist, dass wir selbst hinter unseren Entscheidungen stehen und uns erfüllt fühlen. Wenn das der Fall ist, rücken negative Meinungen fast wie von selbst in den Hintergrund. Wir entscheiden selbst, welche Angriffsfläche wir anderen bieten, worauf wir uns fokussieren und wie sehr wir uns Meinungen anderer zu Herzen nehmen.

Was uns jedoch niemals egal sein sollte, sind unsere eigenen Träume und Ziele. Sind sie doch der Antrieb für unsere persönliche Entwicklung. Wir haben das Privileg, ein Leben nach unseren Vorstellungen zu leben und uns stets zu verbessern. Diese Chance sollten wir nutzen und unsere wertvolle Zeit nicht damit verschwenden, es allen anderen ständig recht zu machen. Das Ziel ist es also, dem eigenen Lebenstraum Stück für Stück immer näher zu kommen.

Fragen an dich selbst

Aber was bedeutet das überhaupt? Was ist dein Lebenstraum? Vielleicht fühlst du dich verunsichert und fragst dich, ob du überhaupt einen hast. Zunächst einmal sollte dieser Gedanke keineswegs mit Druck verbunden sein. Du musst kein eigenes Café eröffnen, auf Weltreise gehen oder deinen Job kündigen und dich selbstständig machen, um glücklich zu werden. Vielmehr geht es darum, deine ganz individuellen Prioritäten herauszufinden und auch zu setzen. Worauf kommt es DIR wirklich an im Leben? Was ist deine persönliche Vorstellung von Erfolg? Vielleicht verbirgt sich da eine Leidenschaft oder ein Traum tief in deinem Inneren, den du vor Längerem aus den Augen verloren hast.

Ich möchte dir dabei helfen, ihn wieder zu spüren und in dein Bewusstsein zu rufen. Lies dir dafür die folgenden Fragen in Ruhe durch und lass sie auf dich wirken. Achte beim Beantworten der Fragen darauf, kritische Stimmen von außen zu ignorieren und dich einzig und allein auf dein eigenes Gefühl zu fokussieren. Denk nicht zu lange nach, sondern höre auf deine erste Intuition und das, was du empfindest. Was spürst du, wenn du tief in dich hineinfühlst?

  • Wie hast du dir dein späteres Leben vorgestellt, als du noch sehr jung warst und deine Meinung noch nicht so sehr von anderen eingefärbt war? Versuche dich daran zu erinnern. Welche Träume hattest du, die du vielleicht irgendwann verworfen hast, weil dir eingeredet wurde, sie seien unrealistisch? Denkst du auch heute noch an manche dieser Träume zurück und verwirfst sie dann schnell wieder?
  • Bei welchen Dingen würdest du sagen, dass du sie gut kannst? Das können Hobbys, Tätigkeiten im Job oder aber auch Charakterzüge sein. Was macht dich aus?
  • Worauf bist du stolz? Welche Erfolge konntest du bereits erzielen. In welchen Momenten hast du dich selbst überrascht? Wir neigen dazu, eigene Erfolge kleinzureden. Aber ich kann dir eine wichtige Erkenntnis mit auf den Weg geben: Eigenlob stinkt nicht!
  • Welche Tätigkeiten erfüllen dich und gehen dir leicht von der Hand? Welche nicht? Gibt es eine Tätigkeit, die du regelmäßig ausführst, die dich nicht erfüllt? Gibt es eine Tätigkeit, die dich sehr wohl erfüllt, der du aber nur selten nachkommst? Wie könntest du das ändern?
  • Wenn du nur noch ein paar Tage Zeit hättest und Geld keine Rolle spielt, was würdest du tun wollen? Welchen Dingen oder Menschen würdest du dann gerne deine Aufmerksamkeit schenken wollen? Welche Ängste oder Sorgen würden vielleicht plötzlich ganz klein erscheinen? Wir sollten unser Leben öfter mit diesem Bewusstsein leben. Nicht ohne Grund krempeln Menschen, deren Leben schon mal auf der Kippe stand, danach häufig ihr komplettes Leben um.

In sich zu gehen und sich mit Fragen dieser Art auseinanderzusetzen, kann oftmals Überwindung kosten. Es liegt in unserer Natur, dass wir Angst davor haben, uns zu verändern und es bevorzugen, unseren gewohnten Trott weiterzuführen, selbst wenn er uns unglücklich macht. Trauen wir uns aber doch und lassen uns auf eine Veränderung ein, stellen wir meistens fest, dass unsere Angst total unbegründet war. Und selbst wenn etwas nicht so läuft, wie wir es uns vorgestellt haben, wachsen wir an dieser Erfahrung und müssen uns nicht mit Gewissensbissen rumschlagen, dass wir es gar nicht erst versucht haben.

Vielleicht liest du diesen Text und stellst fest, dass du deinen Lebenstraum schon lebst oder bereits auf dem richtigen Weg bist. Dann wirst du mir in meinen Aussagen sicherlich zustimmen und nun ein Gefühl der Dankbarkeit spüren, für das, was du schon geschafft hast. Hast du dich in gewissen Textpassagen angesprochen gefühlt und verspürst du den Wunsch, etwas zu verändern und dich endlich weniger von den Erwartungen anderer leiten zu lassen, dann weißt du nun, was zu tun ist. Dir steht nichts mehr im Wege, auch nicht du selbst. Ich wünsche dir ganz viel Erfolg dabei!

 

Über die Autorin: Simone Sperl ist Mindset-Trainerin, Mentorin und Online Marketerin. Sie selbst wagte mitten im Corona-Lockdown 2020 einen sehr mutigen Schritt raus aus der angestellten Führungskraft, hin zur selbstständigen Unternehmerin. Sie unterstützt Frauen, die sich ebenfalls nach mehr Unabhängigkeit sehnen dabei, ihr eigener Boss zu werden und sich mit ihrem Online Business sichtbar zu machen. Besonderer Fokus liegt darauf, dass stets die eigene Vorstellung von Erfolg umgesetzt wird und die Angebote und Marketing Aktivitäten so ausgerichtet sind, dass genügend Zeit für all die Dinge, die das Leben so lebenswert machen, bleibt.

 

Weiterführende Links:

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Titelbild: ©Photo by Denys Nevozhai on Unsplash

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