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FORGESTELLT: Isabelle Räuchle – Frau Chefin von Fräulein i.

4. Juni 2016
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Isabelle Räuchle – Frau Chefin von Fraulein i.

Privat ist Isabelle schreibbegeisterte, sportliche Rosenkohlaussortiererin, die ziemlich viel in den Online-Medien unterwegs ist und offline ihr Glück gefunden hat.

Beruflich ist sie eine neugierige und wissbegierige Vollzeit-Selbstständige, die ihren Job liebt und daher gerne viel zu viel arbeitet.

Liebe Isabelle, bevor Du deinen Blog „Frau Chefin“ ins Leben gerufen hast, sah dein Leben bis dahin und dein Alltag wie aus?

Isabelle: Nach meinem Abitur habe ich in Karlsruhe Musikinformatik und Musikwissenschaft studiert und habe danach vier Jahre am Stadttheater in Pforzheim als Tontechnikerin gearbeitet. Schon damals konnte ich nebenberuflich als Tontechnikerin erste Erfahrungen auf dem „freien Markt“ sammeln. Irgendwann kam der Punkt, dass ich wusste, dass ich mehr erreichen will, aber ich nicht wusste, wie das „mehr“ aussieht, bzw. wo es zu finden war. Statt das Naheliegende zu suchen, krempelte ich meinen Alltag, mein berufliches Leben komplett um und suchte meine Erfüllung in einer Festanstellung in einer Medien- und Werbeagentur. Beruflich gesehen, war das die komplette Fehlentscheidung. Ich langweilte mich und konnte mit einem geregelten Tagesablauf (nach einem durchaus verrückten Theaterleben) nichts anfangen. Für mich war das jedoch die beste Erfahrung, die ich machen konnte. Denn: In diesen 11 Monaten wurde mir klar, dass ich persönlich so weit war, dass ich mir zutraute, nach 4 Jahren nebenberuflicher Selbstständigkeit, zu hundert Prozent Freelancerin zu werden. Dennoch kam der Entschluss dazu, mehr oder weniger über Nacht.

Demnach war mein Alltag war vor dem Start meines Blogs etwas ruhiger, aber auch etwas einseitiger und ja, auch etwas unstrukturierter. Heute nutze ich z.B. längere Wartezeiten sehr gerne, um an meinem Blog zu arbeiten. Homeoffice-Tätigkeiten lassen sich in meinem Fall On-the-Road nur begrenzt realisieren. Früher habe ich diese Zeit oft mit Lesen und trödeln verbracht.

Wie bist du auf die Idee gekommen auf einem eigenen Blog  über das Thema „Selbständigkeit“ zu schreiben? Und wie kam es zu dem thematischen Schwerpunkt der „Selbständigkeit“?

Isabelle: Irgendwann habe ich angefangen, Blogs zum Thema Selbstständigkeit zu lesen, konnte mich aber nie zu 100% damit identifizieren. Nach einigen Wochen beschloss ich, meine eigenen Geschichten weiterzugeben. Ich wollte darüber schreiben, was mich bewegt und fasste schließlich den Entschluss, die Idee in die Tat umzusetzen.

Im Laufe meiner neben- und hauptberuflichen Selbstständigkeit habe ich so einiges erlebt und wäre um so manchen Tipp sehr froh gewesen. Es gibt viele Geschichten zu erzählen, die es sich lohnen, weiterzugeben und vielleicht auch die Ein oder Andere zu inspirieren. Diese Tipps, Denkanstöße und Motivationshilfen möchte ich in meinem Blog weitergeben.

Möchtest du eines Tages von deinem Blog leben können oder ist es für dich ein reines Hobby neben deiner eigenen Selbständigkeit?

Isabelle: Nun, der Traum, irgendwann vom eigenen Blog leben zu können, haben wohl sehr viele Blogger. Für mich ist es ein ernsthaftes Hobby, das ich mit unglaublich viel Leidenschaft betreibe und für das ich brenne. Natürlich verfolge ich im Hinterstübchen den Plan, damit auch Geld zu verdienen. Ein Blog bedeutet unglaublich viel Arbeit (die ich eigentlich bereits ausreichend habe) und Zeit (die mir grundsätzlich immer fehlt).

Aber: Egal wie gut mein Blog irgendwann läuft und auch wenn ich davon leben könnte – ich werde weiterhin mit Fräulein i. selbstständig sein. Woher sollte ich sonst meine Geschichten nehmen? 😉

Was bietest du deinen Lesern und was möchtest du mit deinem Blog erreichen/bewirken?

Isabelle: Jeden Sonntag gibt es einen neuen Artikel zum Thema Selbstständigkeit. Ich schreibe dabei sowohl über eine ortsabhängige, als auch ortsunabhängige Selbstständigkeit. Online und offline. Mit speziellen Themen für Frauen, die natürlich auch von Männern gelesen werden dürfen.

Mit meinen Artikeln möchte ich unterstützen, Anregungen geben, Tipps und Tricks verraten, hin und wieder einen netten Tritt in den Hintern geben und Motivationsschübe verleihen.

Ich will mit meinem Blog zeigen, dass die Leserin (und auch der Leser) mit dem großen Projekt „Selbstständigkeit“ nicht alleine ist. Ich teile meine Erfahrungen, Erfolge und Misserfolge, sowie Träume und Ziele. Ich finde, Selbstständigkeit ist keine Magie, sondern erfordert in erster Linie Mut, Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen.

Ich würde mich besonders freuen, wenn sich die ein oder andere Leserin (und Leser) durch meine Artikel ermutigt fühlt, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Wenn mein Blog als Informationsquelle genutzt wird, oder einfach nur zur Unterhaltung dient und zum Mitfühlen anregt.

Womit bist du selbständig? War es damals schwer für dich diese Entscheidung zu treffen und die Veränderung im Leben zu wagen?

Isabelle: Ich bin selbstständig mit Fräulein i. – Crossmediale Kommunikation. Genauer gesagt: Offline und ortsabhängig verdiene ich meine Brötchen als Veranstaltungstechnikerin (Ton und Video). Online und ortsunabhängig, soz. im „Homeoffice“, betreue ich Kunden im Bereich Online-Marketing.

Die Entscheidung, mich selbstständig zu machen, war in meinem Fall nicht schwer, es war der nächste Schritt. Auf die Veränderung(en) freute ich mich sehr!

Was war ausschlaggebend für deine Entscheidung dich selbständig zu machen?

Isabelle: Meine berufliche Sackgasse, in der ich mich befand, mein furchtbarer Dickkopf, nicht wieder in ein bereits gelebtes Arbeitsleben zurück zu kehren und der damit verbundene Ehrgeiz, es selbst schaffen zu wollen und meine eigene Chefin zu sein.

Würdest du heute sagen, dass es die richtige Entscheidung war und dich dein jetziger Alltag im Vergleich zu vorher erfüllt?

Isabelle: Absolut! Auch wenn es hier und da Rückschläge gibt, war es die beste Entscheidung, die ich bzgl. meines Berufslebens und auch für mein Privatleben je getroffen habe. Ich habe durch meinen Mut, doppelt gewonnen.

Welche Eigenschaften sollte eine Person Deines Erachtens haben, die sich selbst führt (selbständig ist)?

Isabelle: Sie sollte selbstbewusst sein und absolut hinter ihrer Idee stehen. Denn nur, wenn du zu hundert Prozent hinter deiner Idee stehst, kannst du auch jemand anderes davon überzeugen. Außerdem sollte sie gut strukturiert sein, sich immer wieder selbst motivieren können und den Willen und den Spaß daran haben, sich weiterzuentwickeln. Und was auch wichtig ist: Sie darf nicht den Hang haben, sofort aufzugeben, wenn es nicht läuft, wie geplant.

Wie sieht deine Meinung zum Thema „Networking“ aus? Glaubst Du ein Erfahrungsaustausch ist in der digitalen Welt notwendig?

Isabelle: Zugegeben, ich verbringe auch sehr viel Zeit in der digitalen Welt. Dennoch finde ich es unglaublich wichtig, sich persönlich austauschen zu können. Ein Treffen mit  anderen Selbstständigen, bei dem man Tipps bekommt, oder einfach mal Erfahrungen austauschen kann, ist unersetzlich.

Was machst Du um am Ende eines Tages abzuschalten und den Kopf frei zu bekommen?

Isabelle: Bei meinem Job enden die Tage in der Regel gegen 24 Uhr. Da fahre ich nur noch nach Hause und will ganz schnell schlafen. Zeit für mich, habe ich daher meistens Vormittags. Um dem Arbeitsalltag zu entkommen, mache ich Sport, frühstücke gemütlich, backe Kuchen, oder schreibe leidenschaftlich gerne an meinem Blog.

Vielen Dank liebe Isabelle für deine ermutigenden Antworten!

Bildquelle: Isabelle Räuchle

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