FA: Fielseitiges & Aspekte

Über Corona, Courage & Community. Was wäre, wenn wir keine Angst hätten?

11. Juni 2020

Gastautorin: Barbara Bosch

 

Was würde ich machen, wenn ich keine Angst hätte? Diese Frage war für mich lange Zeit eine leere Worthülse. Bis sie mich vor 15 Jahren vor eine der schwersten und wichtigsten Entscheidungen meines Lebens gestellt hat.

 

Warum ich diesen Artikel schreibe

Vor ein paar Wochen hatte ich einen Zoom-Call mit den großartigen Frauen aus meinem Business-Netzwerk „Ladies Mentoring“. Es ging um die Frage, inwiefern wir die Corona-Zeit als Krise empfinden und was wir tun können, um besser klarzukommen und andere zu unterstützen. Wir haben uns über vieles unterhalten, vor allem aber über unsere Ängste: die Angst, den Job zu verlieren, Angst vor Umsatzeinbrüchen, Angst, alleine zu sein, Angst, keine Zeit für sich alleine zu haben. Wir haben Strategien ausgetauscht und uns darin bestätigt, wie wichtig neben Yoga, Meditationund Sport, der Austausch mit anderen und der Support innerhalb der Community ist. Wie immer nach unseren Treffen war ich gleichzeitig motiviert und nachdenklich. Das Reden über Ängste erinnerte mich an meine eigenen.

Ich bin so etwas wie eine Spezialistin in Sachen Angst

Aus Angst hätte ich vor 15 Jahren fast mein Studium abgebrochen, mich vor drei Jahren fast nicht selbstständig gemacht und vor gut einem Jahr meine Familienplanung in Frage gestellt. Was mir in diesen Zeiten geholfen hat, war vor allem, über meine Angst zu reden und der Support meiner Community. Ich schreibe diesen Artikel für die Fielfalt-Community in der Hoffnung, dass dir meine Geschichte Mut macht, dich deinen Ängsten zu stellen und festzustellen, dass du etwas größer und stärker bist, als du dich vielleicht selbst siehst.

Kennst du die Angst, die dich nicht schlafen lässt?

Ich erinnere mich als wäre es gestern: Ich saß am ersten Tag des neuen Semesters in meinem Marketing-Abschlussseminar und plötzlich riss es mir den Boden unter den Füßen weg. Mir wurde schlecht und mir lief ein kalter Schauer über den Rücken: Mein Prof hatte eben verkündet, dass wir am Ende des Semesters eine benotete Abschlusspräsentation halten müssen, vor unseren 200 KommilitonInnen und der Presse. Allein der Gedanke daran war kaum auszuhalten. Ich hatte Angst, vor meinen KommilitonInnen zu stehen und keinen Ton rauszubringen, weil mein Atem so schnell sein würde, dass ich einfach nicht sprechen könnte. Ich hatte Angst, in all die erwartungsvollen Gesichter zu blicken. Ich hatte Angst, mich zu blamieren.

Ich hatte mich unter meinen BWL-KommilitonInnen nie wohl gefühlt und empfand einen extra großen Druck, mir vor ihnen keine Blöße zu geben. Was mir zusätzlich zu schaffen machte, war, dass ich mit niemandem über meine Ängste reden konnte. Bei meinen FreundInnen hatte ich den Ruf, eine exzellente Rednerin zu sein. Wenn eine Moderatorin gesucht wurde, war ich die erste Wahl. Bei Hochzeiten war ich die default Rednerin. Was sie wohl über mich denken würden, wenn sie wüssten, wie ich mich wirklich fühle? Ich hatte Angst, dass sie mich nicht mehr mögen würden, wenn sie wüssten, dass ich beim Gedanken an Public Speaking jedes Mal innerlich 1000 Tode sterbe.

Wie gut sind deine Vermeidungsstrategien?

Während des Studiums wurde ich immer besser darin, Präsentationen zu vermeiden. Wenn ich doch eine Präsentation halten musste, dann habe ich es nur in kleiner Runde gemacht, sitzend, auf mein Blatt starrend und ablesend.

Und nun saß ich da in meinem Marketing-Seminar und hatte das Gefühl, dass die Welt zu Ende geht . Ich konnte tagelang an nichts anderes denken. Wie im Hamsterrad stellte ich mir immer wieder vor, wie ich auf der Bühne stehe und kein Wort rausbringe. Ich bekam Schlafschwierigkeiten. Ich hatte Alpträume. Ich war auf dem besten Weg, wahnsinnig zu werden. Es gab nur eine Option, um diesen Wahnsinn zu beenden: mein Studium abzubrechen. Da ich den Marketingschein für meinen Abschluss brauchte, war der einzige Weg, meine Präsentation zu verhindern, mein Studium abzubrechen. Dachte ich.

Holst du dir Hilfe, wenn du sie brauchst?

Doch – es gab noch einen Weg: Ich konnte mich meiner Angst stellen. Wie das gehen sollte und dass es in meinem Fall überhaupt möglich wäre, das bezweifelte ich. Aber so ging es nicht weiter. Ich nahm allen Mut zusammen und wählte die Nummer eines Therapeuten. Eine gute Entscheidung.

In meiner Therapie lernte ich viel über Angst. Woher sie kommt und was sie mit meinen Körper macht. Es war beruhigend zu hören, dass ich mir all die körperlichen Symptome nicht einbildete, sondern mein Körper tatsächlich gelernt hatte, dass Public Speaking gefährlich für mich ist und er versuchte, mich zu schützen. Ich lernte auch, dass ich aus dem Angstkreislauf ausbrechen kann und meine Angst verlernen kann. Doch was dann kam, war der Horror – wenn auch nicht ganz unerwartet: Um umzulernen, musste ich mich meiner Angst stellen, auf die Bühne gehen und präsentieren – und zwar so oft wie möglich. S***, dachte ich. Mein Herz raste wieder.

Ich entschied, mein Studium nicht zu schmeißen und die BWL-Präsentation zu machen. Was dann folgte, waren Stunden und Stunden, in denen ich meine Präsentation übte, viele schlaflose Nächte und schließlich der „große Tag“. Meine Angst war riesengroß, aber ich habe es durchgestanden. Es lief sogar richtig gut. Aber meine Angst blieb. Ich redete mir ein, dass ich einfach nur Glück gehabt hatte, das Publikum milde gestimmt war und es nächstes Mal bestimmt ganz schrecklich werden würde. Zwischenfazit: Wenn ich nur alle Scheinwerfer meiden würde, dann könnte ich ganz normal weiterleben.

Gibst du auf, wenn es beim ersten Mal nicht klappt?

Als ich 2011 nach Berlin gezogen bin, habe ich für ein akademisches Austauschprogramm gearbeitet. Teil meiner Arbeit war es, Workshops zu leiten. Allein die Vorstellrunden in den Workshops führten bei mir zu Angstschweiß. Ich hatte zwar meine BWL-Präsentation gemeistert und meinen Abschluss in der Tasche, aber in Sachen Angst hatte sich nicht viel verändert. Und irgendwie ließen sich die Bühnenmomente nicht ganz eliminieren. Jedenfalls nicht in den Jobs, für die ich mich interessierte.

Ich musste mich wieder entscheiden: Entweder würde ich weiter spannende Jobs machen und dabei unter panischer Angst leiden, oder ich könnte mir langweilige Jobs suchen, bei denen ich nie im Rampenlicht stehen müsste. Und dann fiel mir noch eine dritte Option ein: Ich könnte mich meiner Angst stellen – dieses Mal aber richtig.

Kennst du Toastmasters?

Als ich mich traute, meinem damaligen Freund Stephen von meiner Redeangst zu erzählen, habe ich eine erstaunliche Erfahrung gemacht: Er reagierte super verständnisvoll. UND – er empfahl mir Toastmasters, einen Rhetorik-Club, bei dem man gemeinsam konstruktiv Public Speaking lernt.

Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Abend bei den Berliner Redekünstlern. Als Gast musste ich aufstehen und mich vorstellen. Ich hatte so starkes Herzklopfen, dass ich sicher war, die anderen könnten es hören. Vor der ersten Clubrede hatte ich wieder schlaflose Nächte. Aber Stück für Stück, Rede für Rede wurde es ein klitzekleines bisschen besser und ganz langsam kam meine Freude am Reden vor Publikum zurück. Natürlich hatte ich bei Toastmasters niemanden von meiner Angst erzählt. Ich bekam sehr gutes Feedback und fühlte mich ein bisschen wie bei meinen Freunden: Barbara, die geborene Rednerin. Was soll ich ihr noch für Verbesserungstipps geben?

Hast du dich schon mal öffentlich verletzlich gezeigt?

Mir wurde klar, dass ich meine Redeangst nur dann wirklich überwinden würde, wenn ich zu ihr stehen würde. Also entschied ich mich, in meiner siebten Clubrede über meine Redeangst zu sprechen. Ich war unglaublich nervös und befürchtete, dass mich die anderen nicht mehr schätzen würden, wenn sie von meiner Schwäche wüssten. Ich machte es trotzdem. Und dann geschah etwas Überraschendes.

Statt sich von mir zu distanzieren, kamen nach meiner Rede viele Toastmaster auf mich zu und erzählten mir von ihrer Redeangst. Klara sagte zu mir: „Also Barbara, wenn du so starke Angst hattest und heute hier so überzeugend reden kannst, dann kann ich das vielleicht auch. Kannst du mal einen Workshop machen?“ Die erste Coaching-Anfrage kam kurz darauf. Die positive Reaktion und das Vertrauen, das mir entgegen gebracht wurde, war gleichzeitig toll und brachte mich vor neue Herausforderungen.

Was ist deine Arbeit wert?

Die Coaching-Anfrage kam mit einer sehr unangenehmen Frage: „Barbara, was kostet die Coaching-Stunde?“. Ich stammelte, dass ich mir das überlegen müsse und mich wieder melden würde. Zu Hause machte ich mir dann Gedanken. Das meiste, was ich bis dato pro Stunde verdient hatte, waren 45 Euro für English Business Coaching. Der Betrag schien mir damals riesig. Business Präsentations-Coaching war allerdings eine andere Kategorie, wie ich bei meiner Online-Recherche merkte. Ich wollte mich nicht „unter Wert verkaufen“, aber auch nicht zu arrogant sein. Wie viel durfte ich für meine Arbeit verlangen? Was war sie wert – was war ich wert? Ich hatte Angst, dass jemand negativ auf meinen Stundensatz reagieren würde.

Kennst du das gute Gefühl, für dich einzustehen?

Schließlich entschied ich mich. Die ersten Male, als ich „100 Euro netto“ aussprach, fiel es mir schwer. Ich stotterte und vermied Blickkontakt. Ich schämte mich, „so viel“ zu verlangen und fürchtete eine negative Reaktion. Die blieb aber aus. Als ich später in meinem Business Coaching erfahren habe, dass meine Honorarvorstellung noch recht bescheiden war, habe ich meine Preise angehoben. Heute fühle ich mich mit meinen Preisen richtig gut und die Arbeit macht noch viel mehr Spaß. 😊

Was mir von Anfang an nicht schwer viel, war die Arbeit mit meinem KlientInnen. Die Vorbereitung von Coachings und später Workshops machte mir unglaublich viel Spaß. Während der Arbeit mit meinen KlientInnen war ich im Flow. Als ich dann von meinen KlientInnen hörte, wie hilfreich die Arbeit mit mir für sie ist und welche Erfolge sie mit ihren Präsentationen haben, wusste ich, dass ich hier genau in meinem Element bin.

Was bremst dich, deine Karriere selbst zu bestimmen?

Während des ersten Jahres war meine Selbstständigkeit nebenberuflich. Mein Vollzeitjob – ich war stellvertretende Programmleiterin eines akademischen Austauschprogrammes – forderte 24/7 Einsatzbereitschaft von mir. Die Selbstständigkeit kam immer an zweiter Stelle. Meine Coachings und Workshops fanden abends und an Wochenenden statt. Meine erste Website baute ich abends (nachts). Ich wurde immer unzufriedener. Ich liebte meine Arbeit als Speaker Coach, konnte mir aber nicht vorstellen, davon leben zu können. Vollselbstständigkeit, so dachte ich, war etwas ganz Schlimmes. Ich komme aus einer Familie mit Beamten-Mindset: „Kind, kündige keinen Job, solange du den neuen Arbeitsvertrag nicht unterschrieben hast.“ „Lieber erst mal eine Teilzeitstelle sichern, damit du wenigstens deine Miete zahlen kannst“. Als ich mich dazu durchgerungen hatte, mich selbstständig zu machen, hatte ich Angst vor der Reaktion meiner Familie. Eine meiner Schwerstern sagte mir (liebevoll gemeint) „Wenn das mal gut geht.“

Wer unterstützt dich, deinen Weg zu gehen?

Doch zum Glück hatte ich auch unglaublich viel Support. Ich habe gelernt, dass es immer Menschen gibt, die an mich glauben, auch wenn ich noch nicht soweit bin. Einer meiner größten Supporter ist mein Mann Stephen. Stephen war zehn Jahre in Kanada selbstständig, bevor er sich für ein Bachelorstudium in Deutschland entschied – mit Mitte 30. Als ich ihm von meinen Plänen erzählte, sagte er zu mir: „Na klar kannst du dich selbständig machen!“

Hast du deine Communities gefunden?

Meine Studienfreundin Kathrin riet mir, als ich 2011 nach Berlin umzog: „Barbara, du brauchst ein starkes Netzwerk.“ In Berlin angekommen, fing ich also an, die Netzwerklandschaft auszuspähen. Die Menschen, die ich da kennenlernte, waren pure Inspiration. Am glücklichsten schienen mir die Selbständigen und FreelancerInnen zu sein. Mein Vorhaben, mich selbstständig zu machen, war für sie kein blöder jugendlicher Leichtsinn. Ganz im Gegenteil. Sie gaben mir Tipps zum smarten Start meiner Selbstständigkeit und stellten mir ihre Netzwerke zur Verfügung. Heute kommen mir meine Ängste fast lächerlich vor: Ich arbeite mit Startups, die riesige Kredite einholen, Personal einstellen, Räumlichkeiten anmieten und Maschinen kaufen. Im Vergleich zu ihnen ist meine Selbstständigkeit super safe. Damals sah ich das natürlich noch nicht so.

Ich engagierte mich in verschiedenen Netzwerken, darunter PANDA, das sicher viele von euch kennen und lernte grandiose Frauen kennen. Ihr Mut motivierte mich, meinen eigenen Weg zu gehen. Auch die Gründerinnen von Fielfalt, Kira und Aimie waren große Vorbilder für mich. Neben dem Aufbau der Fielfalt-Community entschieden sich beide, ihr Ding zu machen und selbstbewusst darüber zu sprechen – mit Erfolg.

Als ich dann im Sommer 2017 den Gründungszuschuss beantragte und meinen Businessplan schrieb, hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass eine großartige Zeit vor mir lag, eine spannende Zeit, meine Zeit. Ich lernte wahnsinnig schnell, baute mir einen Kundenstamm auf und konnte schon im ersten Jahr von meinem Gewinn leben. Im zweiten Jahr konnte ich meinen Gewinn verdoppeln. Alles lief großartig. Wäre da nicht noch ein unerfüllter Wunsch gewesen: ein Mini-Me, mein Kind.

Business und Familie starten – geht das?

Kaum war ich 30, hatte ich ein körperliches Verlangen nach einem Kind. Immer wenn ich Eltern mit ihren süßen Kindern in der Tram sah, fragte ich mich, ob sie wirklich alle Kinder brauchten oder ich vielleicht eins abhaben könnte (nicht wirklich 😉). Zu dem Zeitpunkt war Stephen noch im Studium und er wollte warten, bis er einen Job hatte. Also warteten wir. Und dann kam die Selbstständigkeit, mein großes Abenteuer. In meiner Festanstellung fühlte ich mich immer wie in einem goldenen Käfig. Der Job war toll: Ich hatte viel Verantwortung und immer das Gefühl, sinnhafte Arbeit zu machen und einen gesellschaftlich wichtigen Beitrag zu leisten. Aber ich war eben „nur“ stellvertretende Leiterin des Programms. Ich konnte Personal rekrutieren, die Verträge hat aber meine Chefin unterschieben. Ich leitete den Standort Berlin, programmverantwortlich war aber meine Chefin. Das ärgerte mich. Ich wollte 100% verantwortlich sein. Ich wollte die Lorbeeren für meine gute Arbeit einsammeln und gleichzeitig für meine Fehler geradestehen. Dass ich nicht auf die oberste Stufe klettern durfte, war frustrierend. In meiner Selbständigkeit stand ich ganz oben auf meiner goldenen Leiterspitze und ich liebte es. Klar machte ich viele Fehler, wusste oft nicht weiter und es gab Tage, an denen ich einpacken wollte. Aber es ging 100% um mich und das war toll.

Die Vorstellung jetzt ein Baby zu bekommen, löste wieder Ängste in mir aus. Ich fürchtete, von einem goldenen Käfig (meiner Festanstellung) in den nächsten zu rutschen. Ich hatte Angst davor, nicht mehr mein Ding machen zu können, wenn das Baby da ist. Ich hatte Angst, dass ich das Baby vielleicht nicht 100% wollen würde und es das in meinem Bauch spüren würde. Ich hatte Angst, mein Baby schon mit Psychotick auf die Welt zu bringen und ein unendlich schlechtes Gewissen. Mit all meinen Ängsten wendete ich mich an Frank, meinen Seelenklempner-Coach. Er half mir, das Thema aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Mutter zu werden und alles das, was auf mich zukommen würde, von Postnatal-Yoga über Pekip etc. würde mich nicht nur in Kontakt mit neuen Seiten an mir bringen, es könnte auch die Türen zu neuen Zielgruppen für mein Business öffnen. Das klangt irgendwie gut. Das beruhigte mich. Das machte mir Lust, dieses neue Abenteuer zu starten. Jedenfalls für eine Zeit. Meine Sorge, wie ich meine Selbstständigkeit wirtschaftlich und emotional mit meinem Mama-Sein vereinen könnte, ließ mich ehrlich gesagt nie ganz los.

Wenn es anders kommt als geplant und es gut so ist

Der Weg bis zum Baby war kein einfacher. Nach drei Fehlgeburten und emotionalen Achterbahnfahrten war ich bereit, das Thema Baby erst mal nach hinten zu stellen und mich doch wieder 100% auf mein Business zu konzentrieren. Und dann wurde ich doch wieder schwanger.

Tasso ist heute sechs Monate alt und wir sind aktuell bei unserer kanadischen Familie in Alberta, Kanada. Die ersten Monate mit dem Wirbelwind waren alles andere als einfach. Das permanente Stillen, der Schlafmangel, das Einfinden in meine Mama-Rolle und meine Bedürfnisse hinten anzustellen. All das hat mich immer wieder an und über meine Grenzen gebracht. Aber das Gefühl, das ich habe, wenn Tasso mich mit seinen großen blauen Augen ansieht, ist unbeschreiblich. Er berührt mich in meinem tiefsten Inneren. Mutter sein ist das Intensivste, Herausforderndste und Schönste, das ich bisher erleben durfte.

Die letzten 15 und vor allem die letzten fünf Jahre waren eine herausforderndes und unglaublich bereicherndes Abenteuer. Ich weiß nicht, was die nächsten fünf Jahre bringen werden, aber ich kann heute gelassener und ruhiger mit Krisen umgehen.

Ich habe für mich elf Prinzipien heraus gearbeitet, die mir helfen, mich meinen Ängsten zu stellen, sie zu überwinden und für mich Unvorstellbares zu schaffen. Ich hoffe, dass sie auch dir und auch nach Corona helfen, deinen Weg zu gehen:

  1. Rede über deine Ängste
  2. Lass dich von denen, die an dich glauben, ermutigen
  3. KundInnen, KlientInnen und KollegInnen (und Jobs), die du nicht magst, sind nicht per se schlecht, sie passen nur besser zu jemand anderem
  4. Nur weil dir etwas leicht fällt, ist es nicht wertlos
  5. Passe dich nicht deinen KundInnen an, finde KundInnen, die zu dir passen
  6. Hol dir Hilfe
  7. Investiere in dich
  8. Find deine Communities mit Menschen, mit denen du so gerne Zeit verbringst, wie mit deinen FreundInnen
  9. Finde dein Honorar/Gehalt, mit dem du dich 100% gut fühlst und lass dich NIE runter handeln
  10. Fehler und Krisen sind Wachstumschancen
  11. Gib deiner Familie Zeit, sich an deinen Weg zu gewöhnen. Sie stehen immer hinter dir, auch wenn du sie mal nicht siehst

“Courage starts with showing up and letting ourselves be seen.”
― Brené Brown

Alles Gute für Dich – ich bin gespannt, wohin Dich Deine Abenteuerreise führt!

 

Barbara Bosch ist Präsentationstrainerin und Coach. Den Spaß am Präsentieren vermittelt sie ihren Kunden und bringt sie zu sensationellem Storytelling und packenden Pitches. Sie ist überzeugt: Spaß ist das beste Mittel gegen Redeangst. Das spürt man bei der Zusammenarbeit!

 

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Titelbild: ©Photo by Bianca Saybe on Unsplash

 

 

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  • Reply
    Bea
    3. August 2020 at 15:01

    Liebe Barbara, was für ein schöner und mitreißender Artikel: So wichtig, was Du schreibst und wie Du Dich Deiner Angst gestellt hast und heute andere Menschen zum Reden inspirierst. Und gratuliere sehr zu Deiner Mama-Rolle und zu Tasso: Das ist eine tolle Nachricht. Hat mich sehr gefreut, auf diesem Wege etwas mehr über Dich und Deinen Weg zu erfahren. Herzliche Grüße und alles Gute, Bea

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