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FORGESTELLT: Elisa, Head of Fairstainability bei einhorn

29. April 2016
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#makemagichappen

Elisa, Head of Fairstainability bei einhorn: “Es geht bei uns viel um Magic und einhörner auf einer bunten Blumenwiese! Rund um einhorn sollen die Leute Spaß haben und an etwas Positives denken!”

Heute stellen wir Euch Elisa Naranjo vor, die coolste Stute (Zitat von Gründer Philip;)) und Head of Faistainability bei einhorn, ein Social Start Up, das Kondome in Design-Chipstüten verkauft und dabei versucht die Welt ein bisschen besser zu machen mit viel #Magic #Einhörndern und #Spaß! Warum es ihr heute leichter fällt über Sex zu reden, was man über Kondome eigentlich wissen sollte und was das ganze mit der Verbesserung der Welt zu tun hat, erfahrt ihr in im Interview! #makemagichappen

Elisa, wie startest Du in den Tag?

Elisa: Ich habe großes Glück. Ich bekomme morgens fast immer einen Kaffee an das Bett gestellt. Das erleichtert das Aufstehen. Oft mache ich auch direkt nach dem Aufstehen Sport. Dann hat man das schon mal gemacht, egal wie der Tag verläuft. Außerdem fühle ich mich dann tagsüber viel wacher, obwohl ich früher aufgestanden bin.

Du bist Head of Fairstainability bei einhorn! Was macht einhorn und was machst Du den ganzen Tag?

Elisa: einhorn ist ein Social Start Up, das Kondome in Design-Chipstüten verkauft und dabei versucht die Welt ein bisschen besser zu machen. Ziel ist es, Kondomen ein neues, positives Image zu verleihen: sie sollen Spaß machen und Vorfreude bereiten. Als Head of Fairstainability bin ich dafür zuständig, dass es langfristig Mensch und Umwelt besser geht. Einen typischen Tag gibt es bei mir aber nicht, bei einhorn wahrscheinlich auch nicht. Dafür müssen wir noch zu viel aufbauen und außerdem gibt es bei uns die tägliche Crazyness mit einhörnern und Feenstaub.

Wie hast Du Deinen Weg zu einhorn gefunden? Was ist Dir wichtig im Job und was treibt Dich an?

Elisa: Zu einhorn bin ich ganz klassisch über eine Ausschreibung gekommen. Bevor man sich bewerben konnte, musste man allerdings noch ein Online-memory zu der Lieferkette eines Kondoms lösen.

Bei meiner Arbeit ist es mir wichtig, mich mit dem Unternehmen und dem Produkt identifizieren zu können. Ich will hinter dem stehen können, was ich mache. Außerdem ist mir eine gute Stimmung im Team sehr wichtig. Wir verbringen so viel Zeit auf der Arbeit. Wenn man diese Zeit mit negativen Gefühlen wie Konkurrenzdenken verbringt, ist das meiner Meinung nach verschwendete Zeit. Ich liebe es, dass wir bei einhorn immer an einem Strang ziehen, vor allem, wenn mal wieder Land unter ist.

einhorn ist bekannt für extrem auffallende, lustige und provozierende Marketing-Aktionen bzw. auch für permanenten „funny Bullshit-Talk“! Wie kommt Ihr auf diese Ideen und was hat sich an Deiner Kommunikation seit Deinem Einstieg bei einhorn verändert?

Elisa: Haha „funny Bullshit-Talk“ so würde ich das nicht sehen. Es geht bei uns viel um Magic und einhörner auf einer bunten Blumenwiese. Rund um einhorn sollen die Leute Spaß haben und an etwas Positives denken. Wie wir immer darauf kommen, ist schwer zu sagen. Das ist hier einfach so eine Stimmung: ein Kommentar führt zum nächsten und manchmal entsteht daraus eine Idee.

An meiner Kommunikation hat sich, seitdem ich bei einhorn bin, einiges geändert. Das Wort Fairstainability kommt zum Beispiel von uns und auch „dendrieren“ wurde vorher viel zu wenig benutzt. Klar, es fällt mir jetzt auch viel leichter über Sex, Muschis und Penisse zu reden.

Hinter dem ganzen steckt jedoch viel Gutes – vegane und nachhaltige Kondome und eine Social Company! Für Eure Fairstainability Vision plant ihr 50% der Gewinne in soziale und nachhaltige Projekte reinvestieren, was steckt genau dahinter?

Elisa: Wir wollen mit einhorn einen positiven Fußabdruck haben, aber gleichzeitig nicht klischeehaft „öko“, sondern auch ein Lifestyle-Produkt sein. Wir haben also Großes vor. Ein Teil dieser Vision ist unser Versprechen, 50% der Gewinne in faire und nachhaltige Projekte zu reinvestieren. Obwohl wir noch nicht profitabel sind, machen wir trotzdem viel. Momentan arbeiten wir mit Wissenschaftlern daran, den Kautschuk für unsere Kondome fair und nachhaltig anbauen zu lassen. Ein Fokus liegt darauf, die Biodiversität in der Anbauregion zu schützen. Das ist ein langer Weg, für den wir uns hier entschieden haben. Wir sind ein kleiner Player, aber vielleicht bringen wir die Kautschukwelt ins Wanken. Sodass es in ein paar Jahren ganz normal sein wird, bei Gummi, Reifen oder anderen Dingen aus Naturkautschuklatex die fairstainable Variante nachzufragen. Genau wie bei Bananen.

Warum sind vegane Kondome sinnvoll? Und was wissen die wenigsten über Kondome?

Elisa: Die häufigste Frage, die wir hier bekommen ist, was an Kondomen vegan sein kann und ob nicht alle Kondome vegan seien. Was viele nicht wissen ist, dass die meisten Kondomhersteller im Verarbeitungsprozess das Milchprotein Casein benutzen. Bei unseren Kondomen wird darauf verzichtet. Unsere Fairstainability Vision ist es alle Menschen, die Umwelt und natürlich auch Tiere in der gesamten Lieferkette gut zu behandeln. Auf tierische Inhaltsstoffe zu verzichten ist hier nur konsequent.


“Unsere Fairstainability Vision ist es alle Menschen, die Umwelt und natürlich auch Tiere in der gesamten Lieferkette gut zu behandeln.”


Und wie versuchst Du als Verantwortliche täglich Eurer Vision ein Stück näher zu kommen? Und was möchtest Du für Dich persönlich erreichen?

Elisa: Im Gegensatz zu vielen anderen Rohstoffen (Kakao, Baumwolle, Palmöl) gibt es im Kautschukbereich sehr wenig. Wir konnten hier also nicht auf eine Plantage zurückgreifen, die bereits Fairstainability Kriterien erfüllt. Fairtrade zum Beispiel deckt Kautschuk gar nicht ab. Wir hatten also damals die Wahl, das alles selbst zu tun oder aber es sein zu lassen. Wir haben uns dafür entschieden, es selbst in die Hand zu nehmen. Im letzten Jahr hieß es also erst mal, Transparenz zu schaffen. Wer sind die Partner in unserer Lieferkette, wo können wir den größten Impact haben und was sind die größten Fairstainability Herausforderung in den jeweiligen Schritten. Auf der Plantage ist das zum Beispiel der Schutz der Biodiversität und in der Latexaufbereitung ist es der Wasserverbrauch und so weiter. Ich fahre im Mai für zwei Monate nach Malaysia, um die nächsten Schritte zu gehen und die ersten Projekte zu starten. Im Juli schicken wir dann vier Studenten nach Malaysia, um auf nachhaltigen Kautschukanbau umzustellen und zu gucken, wo man Biodiversitätsinseln pflanzen kann und welche heimischen Pflanzenarten sich dafür eignen. Es geht aber auch erst mal darum, die Partner weiter kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen. Eine gute Zusammenarbeit ist die Basis für nachhaltige Wirkung vor Ort.

Was steckt außerdem hinter dem Entrepreneurs Pledge?

Elisa: Der Entrepreneur’s Pledge wurde von Philip und Waldemar (den Gründern von einhorn) gegründet. Hintergrund ist der Giving Pledge von Bill Gates und Warren Buffet, bei dem sich (sehr) reiche Menschen dazu verpflichten, einen Großteil ihres Vermögens wohltätigen Zwecken zu spenden. Aber: warum muss man erst reich werden und fängt dann an Gutes zu tun? Warum kann man nicht mit dem Unternehmen einen positiven Impact haben? So entstand die Idee für den Entrepreneur’s Pledge. Hinter dem Entrepreneur’s Pledge stehen also Unternehmer, die sich dazu verpflichten, ein fairstainable Unternehmen zu gründen, das 50% der Gewinne in faire und nachhaltige Projekte investiert. Bisher haben fast 100 Unternehmer unterzeichnet. Unser Ziel ist es, dass Unternehmen Teil der Lösung werden und nicht des Problems und, dass wir mit unternehmerischen Ansätzen an den globalen Herausforderungen unserer Zeit arbeiten.

Aus dem Job in den Feierabend – was machst Du am liebsten in Deiner Freizeit? (bis auf Deine Lieblings-Kondome „Spermamonster“ in Einsatz zu bringen ;))

Elisa: Haha. Ja das stimmt natürlich. In meiner Freizeit mache ich viel Sport und treffe mich mit Freunden auf ein Gläschen Wein. Das Übliche also. Außerdem koche ich sehr gerne.

Vielen Dank liebe Elisa! einhorn ist Kooperationspartner von FIELFALT! Entdeckt die Magic und erfahrt mehr über das Unternehmen und die Produkte auf Youtube;):

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